Klassik und Moderne


Musik hat die Fähigkeiten durch Klänge und Töne Bilder und Zeichen zu vermitteln, so ist zum Beispiel das Geräusch des Donners ein bedrohliches Bild für uns, was sich dadurch zeigt, dass es Musik vor der Schrift gab und in dieser Form – in Kombination mit Tanz, Mimik und Gestik – nicht nur Geschichten, sondern auch Wissen weitergegeben wurde. Auch heute noch kann Musik in uns Gefühle auslösen, die positiv oder negativ sein können und für die keine Worte gebraucht werden, denn allein durch den Klang bzw. die Töne werden uns Bilder und Emotionen vermittelt. Richard Wagners Musik galt als Gesamtkunstwerk, der von Schopenhauer beeinflusst wurde und aus seiner Musik einen rein gefühlsbetonten und subjektiven Begriff formte. Im 17. Jahrhundert wurde Musik nach den Bewegungen von Planeten in Töne gefasst und Zahlen, die den Geschwindigkeiten in den Apsiden entsprachen, ergaben den Intervall, so stand zum Beispiel der Planet Saturn für eine große Terz. Nach und nach flossen auch Worte in Form von Sprache immer mehr in die Musik ein und Dichter wie Novalis, Wackenroder oder auch Jean Paul brachten persönliche Empfindungen und Erlebnisse in Form von Musik ein. Ein großer Schritt für die Musik, die seit Jahrtausenden durch die Mathematik definiert wurde und nun auch immer mehr ins Metaphysische und Transzendentale floss und das Unsichtbare erfassen sollte.

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