Bewegung bei Musik und Sport
Warum hebt man beim Laufen die Knie an? Der gut austrainierte Läufer hebt sein Knie bei höherem Lauftempo an, um in der langen Flugphase bis zur Landung seinen Unterschenkel erst vor- und dann wieder zurückschwingen zu lassen. Durch die Rückschlagbewegung des Knies wird noch mehr Schwung ins Laufen gebracht. Ähnliche Bewegungen gibt es bei zahlreichen Tanzfiguren in der Klassik und der Moderne, so zum Beispiel auch beim Ballett. Die angehobenen Knie verlängern die Flugphase und die Unterschenkelbewegung wird sauberer ausgeführt. Diese Art des Laufens ist ziemlich anstrengend und sollte daher auch nur von trainierten Läufern ausgeführt werden, wenn sie wirklich schnell laufen wollen. Anfänger sollten daher zunächst den Kniehub einfach weglassen und mit kleinen, flüssigen Schritten gemäß Laufen Trainingsplan loslegen. Übrigens kann ein ausgefeilter Trainingsplan auch bei tänzerischen Darbietungen zu Musik nicht schaden. Mit dem Kniehub zu arbeiten macht erst ab einer Laufgeschwindigkeit von 11 bis 12 km pro Stunde Sinn. Auch eine richtige Armarbeit beim Laufen ist wichtig. Sie erfüllt eine Lastausgleichsfunktion. Die Arme schwingen stets in der gleichen Frequenz wie die Beine. Man sollte darauf achten, dass der Ellenbogenwinkel weniger als 90Grad beträgt und die Bewegung der Arme aus dem Schultergelenk erfolgt. Dadurch wird indirekt auch die Schrittfrequenz erhöht und die Lauftechnik verbessert.